Hier haben wir den Weg des Kaffees (vom Anbau bis zur Zubereitung im Konsumland) vereinfacht dargestellt. Wenn Sie mehr und detailliertere Informationen möchten, besuchen Sie bitte die besonders umfangreichen Seiten vom http://www.kaffeeverband.de .
Das Abenteuer des Kaffees beginnt in einer der Baumschulen, wo viele Tausende sorgfältig ausgesuchter Kaffeesamen, sog. "Pergaminos", in dichten, schnurgeraden Reihen in die Erde gelegt und mit einer Schicht nährhaltiger Muttererde überdeckt werden.
Eine zusätzliche Lage Palmenblätter darüber sorgt für eine konstante Temperatur und eine nahezu gleichbleibende Feuchtigkeit und schützt die späteren Keimlinge vor Insekten.
Nach etwa 5-6 Wochen sprießen die ersten Blätter der Setzlinge und drücken dabei die Außenhülle der Pergaminos aus dem Humusboden heraus; unter der Außenhülle wachsen die Blätter der Pflanze heran.
Sobald die Blätter kräftig genug sind und sich ausbreiten wollen, bringen sie die Außenhülle zum Abplatzen. Zu diesem Zeitpunkt sind die Pflanzen etwa 4-5 cm groß.
Etwa 6-8 Monate später, wenn die Pflanze eine Größe von ca. 30 - 40 cm erreicht hat, werden sie in Abständen zwischen 2 - 3 Metern in die Plantage umgepflanzt.
Rundum und häufig auch inmitten der Plantage findet man zumeist schattenspendende Bananenbäume, da der Kaffeestrauch empfindlich auf direkte Sonne reagiert.
Bis aus den frisch umgesetzten Pflanzen ein richtiger Kaffeestrauch wird, vergehen etwa 4-5 Jahre. Erst dann trägt er erstmalig Blüten.
Die Bildung der ersten Kaffeekirschen läßt dann nochmals etwa 6 Monate auf sich warten.
Während die Kirschen dann wachsen, blüht der Strauch gleichzeitig, was ihn aus botanischer Sicht zu etwas Besonderem macht.
Man hält die Kaffeebäume durch Beschnitt bei ca. 1,50- 2 Meter Höhe, damit die Kaffeekirschen leichter gepflückt werden können. Wenn die Farbe der Kaffeekirschen von zuerst grün über gelb zu rot gewechselt hat, kann gepflückt werden.
Zwar ist die maschinelle Pflückung schneller, doch ist die beste Art des Pfückens die "von Hand". Hierbei werden tatsächlich nur die roten, reifen Kaffeekirschen geerntet. Der Ertrag eines Kaffeebaumes beträgt ca. 750g-1.000g Kaffee je Erntesaison.
Um einen Sack Rohkaffee zu 60 Kilogramm zu füllen demnach etwa 100 gut tragende Bäume geerntet werden. Die Lebensdauer eines Kaffeebaumes liegt zwischen 15 und 20 Jahren.
Die geplückten Kaffeekirschen, die je 2 Rohkaffee-Bohnen mit der flachen Seite zueinander in sich tragen, werden nun in einer Trennmaschine (einer Pulper-Maschine) weiterverarbeitet.
Hierbei trennt man die beiden Rohkaffee-Bohnen von der Fruchtfleischhülle. Das Fruchtfleisch wird als z.B. Dünger für die Anzuchtgärten verwendet.
Bei qualitativ hochwertigen Kaffees wird die sog. "nasse" Aufbereitung bevorzugt. Hierbei werden die Bohnen für etwa 24 Stunden in sog. Spülkanäle gegeben, um die die Bohnen zu diesem Zeitpunkt noch umgebene "Pergaminschicht" zu lösen und um die Bohnen von Schmutz etc.. zu befreien.
Während dieser Fermentations-Zeit entwickelt sich das Kaffeearoma, genau wie es bei Tee oder Tabak der Fall ist. Für die Fermentation benötigt man etwa 130-150L Wasser pro 1 Kg Rohkaffee.
Nach dem Waschen werden die Bohnen auf Freiflächen ausgebreitet und in regelmäßigen Abständen umgeschaufelt, damit die Bohnen unter Sonneneinstrahlung trocknen können. Handelt es sich um eine große Plantage, so gelangen die Bohnen direkt nach der Trocknung zur Sortierung.
Bei kleineren Plantagenbetrieben bringen die Bauern ihre Kaffeeernte nach der Trocknung zur zentralen Sammelstelle, der sog. "Cooperative", die das Sortieren und den Vertrieb des Rohkaffees übernehmen.
Der Rohkaffee wird nun entweder maschinell oder von Hand von Steinen und anderen Gegenständen, die sich während der Ernte untergeschlichen haben, getrennt.
Ist die Trennung erfolgt, kann der Rohkaffee nach bestimmten, international gleichen Richtlinien in bestimmte Bohnengrößen eingeteilt werden.
Wenn der Kaffee exportfertig aufbereitet, sortiert und qualitativ eingestuft wurde, wird er in Jutesäcke bis zu 70 Kg abgesackt. Es hängt u.a. von der Bohnengröße und damit vom Gesamt-Füllvolumen der Säcke ab, wieviel Rohkaffee hineinpaßt.
Auch staatliche Auflagen darüber, wieviel Kg für eine Lager- / Packkraft zumutbar sind, begrenzen das Füllgewicht. Die Abfüllung in Jutesäcke wird zwar noch betrieben, es werden jedoch aus Kostengründen immer mehr Container verwendet.
Nun wird der Rohkaffee in kleinen Röstern geröstet und von den Experten vor Ort zwecks und Qualitäts- und Preisbestimmung verkostet.
Zur Preisbestimmung orientiert man sich u.a. an den Börsenpreisen der New Yorker Börse, an der ausschließlich Arabica-Kaffee gehandelt wird.
Dort wird der Preis für eine genau bestimmte Rohkaffeequalität (z.B. Brasil Santos NY2, 17/18) gehandelt; der Verkäufer nimmt Auf- oder Abschläge vor, wenn sein Kaffee besser oder schlechter ist.
Sobald die ungefähre, exportfähige Menge des Rohkaffees und dessen Qualität feststeht, verschickt der Verkäufer Warenmuster (ab 200g) an potenzielle Käufer mit seiner Beschreibung des Kaffees sowie meist einer Preisvorstellung.
Wir man sich handelseinig, werden die Säcke in Container geladen und per Schiff in die Konsumländer geschickt. Die Überfahrt dauert heute ca. 3-4 Wochen.
Nur vom 5. März bis 5. April gewähren wir unseren Kunden
10% Oster-Rabatt auf alle Artikel in unserem Shop ! mehr
Lake Tana Monastery Island Coffee erheblich im Preis gesenkt !!! mehr
Viele Rohkaffees im Shop auf Dauer im Preis gesenkt !
Die akt. Preisliste [68 KB] als PDF !
Choco-o-lait
Schokosticks zum Einrühren in heiße Milch als Kakao
schokolierte Kaffeebohnen
Kaffee mal zum "Knabbern"
Artikel im STERN "Journal" über Heimkaffeeröster und das Selberrösten zu Hause (hier)